Inspiration und Unterwegs

#nähbuchDienstag: Lieblings-Nähbuch Eigene Schnittmuster Herstellen für Röcke und Kleider

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Wie schnell der Juli wieder vergangen ist – der letzte Dienstag im Monat ist schon wieder da, und damit heißt es: Zeit für den #nähbuchDienstag! Ihr habt Anfang Juli auf Instagram zwischen den beiden Titeln Eigene Schnittmuster herstellen für Röcke & Kleider und Meine Mode für die Schwangerschaft  – es scheinen nicht so viele schwangere Damen unter Euch zu sein, denn die Wahl fiel mit viel Vorsprung auf „Eigene Schnittmuster herstellen für Röcke und Kleider“! (Jetzt, wo ich das so häufig schreibe fällt mir auf, dass der Titel etwas sperrig ist 😊).

Das Buch hat den Untertitel „Alles, was man braucht, um eigene Kleidung zu entwerfen, kopieren oder anzupassen“. Und das trifft den Inhalt eigentlich ziemlich gut. „Eigene Schnittmuster erstellen“ (ich kürze den Titel jetzt ab, basta!) ist Inspirationsquelle und Anleitung zugleich für eigene Rock- und Kleid-Designs. Startpunkt sind die im Buch als Download enthaltenen Grundschnitte. Um letztere geht es auch im zweiten Kapitel des Buchs (das erste Kapitel ist ein sehr kurzer Überblick über Nähgrundlagen – kennt man schon, lasse ich daher in der Besprechung weg).

Das Buch enthält 13 PDF-Schnitte, die man verwenden kann. Man kann allerdings alle Methoden auch mit anderen Grundschnitten, von denen man bereits weiß, dass sie einem passen, durchführen. Folgende Schnitte stehen im Buch zur Verfügung:

  • drei schmale Kleider (zwei Webwaren-Schnitte mit Abnäher und eingesetztem Ärmel, eins schmal und eines für größere Oberweiten; und ein Stretch-Schnitt ohne Abnäher mit eingesetztem Ärmel)
  • drei Ärmelvarianten (Standard-Ärmel in kurz, lang, mittel; Dolmanärmel; Raglanärmel)
  • vier Kragenvarianten (Hemd- und Bubikragen, Volant- und Stehkragen)
  • drei Taschen-Formen (Nahttasche und zwei Varianten für aufgesetzte Taschen)

Es folgt noch eine Erklärung, wie man die Grundschnitte an die eigenen Maße anpassen kann und wie man am besten mit ihnen arbeitet (Markierungen etc.). Und damit ist man dann ausgerüstet für die Erstellung von eigenen Schnittmustern.

Mit dem nächsten Kapitel, „Röcke“, geht es dann ans Eingemachte: es wird erklärt, wie man den gewählten Grundschnitt so verändert, dass man neue Varianten/Schnittformen erhält. Dabei folgt die Erklärung immer demselben Muster: Es wird der Grundschnitt genannt, der verwendet werden soll, und dann wird in Einzelschritten mit Zeichnungen erklärt, wie man beim gewünschten Ergebnis ankommt. Dazu gibt es noch Tipps für die Verarbeitung (z.B. Taillenband mit Schrägband verstürzen oder einen Formbesatz einarbeiten).

Insgesamt werden in dem Kapitel dreizehn verschiedene Rockvarianten gezeigt, vom Bleistiftrock über den Tulpenrock bis hin zum Teller- oder Ballonrock.

Dieser Ballonrock…
… wird durch diese Anpassung des Grundschnitts erstellt.

 

Im nächsten Kapitel gibt es dann noch Tipps für weitere Design-Ideen: z.B. dein Einsatz eines Volants, der Herstellung einer Wickeloptik oder der Einarbeitung von Taschen in ein Schnittmuster.

Weiter geht es dann mit dem Kapitel „Kleider“. Das folgt derselben Logik wie das Kapitel zu den Röcken und bietet 19 verschiedene Designs in fünf Kategorien: Klassiker, Tageskleider, Sommerkleider, Kleider im Schrägschnitt und die Kategorie „Schick in Schale“. Es ist für jedes Näh-Level etwas dabei – während die Röcke zumeist einfacher sind, gibt es bei den Kleidern schon ein paar „Meisterstücke“ wie z.B. eine Abendrobe!

 

Das Bodycon Kleid

 

Das Hemdblusenkleid
Eigene Schnittmuster Abendrobe
Die Abendrobe

Nach den konkreten Design-Beispielen folgt dann wie bei den Röcken auch hier ein Kapitel für weitere, „kleinere“ Design-Elemente: Das Anpassen von Halsausschnitten und Kragen, und unterschiedliche Varianten der Ärmel-Gestaltung (z.B. Raffungen, Fledermausärmel oder das Einfügen von Manschetten).

Das letzte Kapitel widmet sich dann noch kurz Passform-Problemen, z.B. bei Halsausschnitte, die zu eng oder weit sind oder Schulternähten, die zu lang, zu kurz, zu weit vorne oder zu weit hinten sind.

Kommen wir zum Flying Needle-Nähblog-Fazit bzw. den Eckdaten des Buchs:

„Eigene Schnittmuster herstellen“ ist aus meiner Sicht für all diejenigen geeignet, die Schritt für Schritt lernen wollen, einen Grundschnitt anzupassen und zu verändern. Optimalerweise kennt man sich bereits etwas mit der Passform von Schnitten aus, so dass man wirklich von einem gut sitzenden Grundschnitte weg arbeiten kann. Die Schnitt-Abwandlungen selbst können auch nicht so Erfahrene umsetzen – es gibt gut erklärte Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die einem genau erklären, wie man die gewünschte Form erreicht. Für all diejenigen, die sich bereits besser auskennen, liefert das Buch schöne Design-Ideen – es ist also für den selbstbewussten Anfänger ebenso geeignet wie für die erfahrene Näherin!

Titel: “Eigene Schnittmuster herstellen für Röcke & Kleider” von Alice Prier & Lilia Prier Tisdall

Ausstattung: 144 Seiten, Broschur; die benötigten Grundschnitte sind als PDF-Download enthalten

Verlag: Stiebner Verlag

Preis: 19,90 €

Erhältlich: im lokalen Buchhandel (ggf. auf Bestellung), direkt beim Verlag oder bei Amazon* (in Deutschland gilt übrigens die Buchpreisbindung, d.h., alle Bücher kosten überall gleich, egal, wo man sie kauft!)

Bei der Linkparty Sew La La gibt es übrigens am 9. August das nächste „Nähen aus Büchern“ Special – falls also zufällig jemand bereits seine eigene Schnittabwandlungen genäht hat: Verlinkt sie dort am 9. August, dann habt ihr die Chance, ein Buch zu gewinnen!

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* „Eigene Schnittmuster herstellen für Röcke & Kleider“ ist im Stiebner Verlag erschienen; der Stiebner Verlag wird von meiner Familie betrieben und ich habe das Buch für die Besprechung kostenlos erhalten; ich gebe jedoch in allen meinen Posts nur meine eigene, ehrliche Meinung wieder.
Bei dem Amazon-Link handelt es sich um einen Affiliate-Link – das heißt, wenn du darüber bestellst, erhalte ich eine kleine Provision

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