Burda Style Vintage Tina Kleid aus den 60igern
Nähen für mich

Eine Hommage an Abba: Burda-Chiffonkleid Tina

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Heute zeige ich Euch ein Projekt, auf das ich ganz besonders stolz bin. Ich habe es schon Anfang 2016 genäht, und es ist eins dieser Projekte, von denen man nachher gar nicht fassen kann, dass man es tatsächlich so hingekriegt hat: Ein 60er-Jahre-Kleid, aus Chiffon, mit Trompetenärmeln, Futter, nahtverdecktem Reißverschluss und einem Gürtel mit Schleifen-Detail.

Burda Style Vintage Kleid Tina Ärmel

Wie Ihr auf den ersten Blick erkennen könnt, ist das Kleid nicht wirklich alltagstauglich. Ich habe es für die Geburtstagsparty einer Freundin genäht, die mit dem Motto „Abba“ eine Karaoke-Party gefeiert hat. Abba ist jetzt eher 70er als 60er Jahre – aber kurz vorher hatte ich mir die Burda Style Vintage 60er Jahre gekauft, und ich wollte unbedingt etwas daraus ausprobieren. Und so Trompeten-Ärmel passen ja auch gut zu Abba :-)!

Burda Style Vintage Kleid Tina Nahaufnahme

Ich hatte mir also dieses Kleid in den Kopf gesetzt – und war glücklicherweise zu dem Zeitpunkt noch sehr ahnungslos beim Nähen. Ich hatte knapp 5 Monate vorher angefangen und habe mir überhaupt keine Gedanken darüber gemacht, dass Chiffon und ein rutschiges Futter mit nahtverdecktem Reißverschluss und Schrägband-Ausschnitt vielleicht ein bisschen…. sagen wir mal: herausfordernd sein könnten. Vollkommen selbstbewusst habe ich den Schnitt abgepaust und ausgemessen, und dann mit meinem Buch „Die Perfekte Passform“ direkt auf dem Papierschnitt Änderungen gemacht. Nur entlang meiner Maße, so ganz ohne Probeteil, weil das geht ja auch so. (Manchmal wünsche ich mir mein sich vollkommen selbstüberschätzendes Anfänger-Näh-Ich zurück :-)) Und ich hab’s dann natürlich auch als ganz selbstverständlich angesehen, dass das Ding super gepasst hat…

Burda Style Vintage Kleid Tina von nahem

 

Burda Style Vintage Kleid Tina flattert im Wind

Das Zuschneiden hat mich einiges an Nerven gekostet, weil der Stoff in alle Richtungen gewandert ist. Letztlich habe ich den Chiffon einlagig und das Futter im Bruch zugeschnitten. Das Kleid war mein erstes und bisher auch einziges Stück aus einem Burda-Heft – aber ich muss sagen, ich bin mit der Anleitung ziemlich gut zurecht gekommen. Für das Einsetzen des Reißverschlusses habe ich allerdings die Technik aus Tilly Walnes Buch „Liebe auf den ersten Stich“ angewandt, da war mir die Burda-Beschreibung zu kompliziert.

Burda Style Vintage Kleid Tina von hinten

Ich fand mein Kleid damals schon ziemlich cool, aber besonders stolz bin ich jetzt im Rückblick darauf – es war das erste Mal, dass ich am Papierschnitt die Passform geändert habe, das Kleid sitzt top und trotz Chiffon habe ich den Reißverschluss zwar nicht nahtverdeckt, aber einigermaßen gerade hineinbekommen :-). Und es zeigt mal wieder: Man sollte beim Nähen einfach Dinge ausprobieren! Nicht lange drüber nachdenken, ob es zu kompliziert oder schwierig sein könnte, sondern einfach machen! Kommen wir zum Abschluss zum Flying Needle Nähblog-Fazit:

Schnitt: Chiffonkleid Tina aus der Burda Style Vintage „Sagenhafte Sixties“; mittlerweile auch als Einzelschnitt erhältlich

Stoff: Paisley-Chiffon und schwarzer Futter-Stoff, beides gekauft bei Butinette (beides leider mitterweile ausverkauft)

Änderungen/Anpassungen: genäht in Größe 34, ca. 7cm Länge angepasst; das Rückenteil habe ich in der Taille schmäler gemacht und das gesamte Schnittmuster in der Hüfte etwas breiter gradiert

Fazit: Ich mag mein 60er-Jahre Kleid sehr, und ich bin auch froh, dass ich mich daran ausprobiert habe. Nochmal werde ich es nicht nähen, dafür gibt es einfach zu wenig Anlässe für ein Mini-Kleid mit Trompetenärmeln in meinem Leben J!

Was ist mit Euch? Auf welches Projekt seid Ihr super stolz? Erzählt es uns in den Kommentaren!

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Die Fotos von meinem Kleid hat übrigens mein unglaublich talentierter Freund Jonathan gemacht – er ist eigentlich auf Urban Photography spezialisiert, und ihr findet seine coolen Bilder auf Instagram unter @jgheckel!

Burda Style Vintage Tina

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5 Comments

  1. Oh, als Tunika auf Hosen finde ich es durchaus alltagstauglich. Nur Mut! Es ist wunderschön geworden

  2. Wow – das war bestimmt eine ziemlich flutschige Angelegenheit, aber die Tunika kann sich sehen lassen! Hoffentlich findest Du noch genügend Anlässe und Gelegenheiten – die Arbeit wäre zu schade für nur einmal getragen!
    Liebe Grüße
    Petra

  3. Waaaas? Ich finde es totaaal schön und würde es täglich tragen 😀 Sieht doch super aus.

  4. Das passt jetzt nicht hier, aber zu dem podcast, es gibt Grundschnitterstellungskurse bei peggy morgenstern in der Lüneburger Heide, Blockkurse, mariabarbara.blog hat dazu geschrieben, findet man bestimmt über google und sie war davon sehr, sehr angetan, lg Anja

    1. Melanie

      Liebe Anja, super, herzlichen Dank für den Tipp, das werde ich mir gleich mal anschauen! Liebe Grüße, Melanie

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